Die Brücke zwischen den Avalonbüchern
Diese Brücke wird von zwei Charakteren gebildet die
Marion in mehrere (ich will jetzt nicht sagen alle, wobei das gut möglich ist) Bücher eingebaut hat.
Diese Charaktere sind Isarma und Adsartha.
Es beginnt im Buch das Licht von Atlantis. Isarma ist hier der Tempelname von Domaris, während Adsartha der Tempelname von Deoris ist.
Isarma bedeutet: eine Tür zur Helligkeit
Deoris bedeutet: Kind des Kriegersterns (hier könnte eventuell Mars gemeint
sein)
Nachdem Domaris entdeckt hat was wirklich mit Deoris geschah, sieht sie als Ausweg nur ein Ritual, dass sie mit ihrer jüngeren Schwester vollzieht:
Domaris beginnt mit einem leisen, halb gesungenen Ton, der die Helligkeit im Raum zu einer goldenen Dämmerung dämpft. Die Schwestern stehen sich gegenüber, die eine schwanger, die andere schon hochschwanger. Domaris faltet die Hände und hebt sie langsam in die Höhe. Dann nimmt sie sie auseinander und senkt sie auf eine merkwürdig zeremonielle Art.
Domaris spricht:
"Bleib fern von uns, alles was unheilig ist.
Bleib fern von uns, alles, was im Bösen lebt.
Bleibe fern von uns, wo wir stehen, denn hier wirft die Ewigkeit ihre
Schatten.
Teilt euch, ihr Nebel und Dämpfe, ihr Sterne der Dunkelheit, verschwindet;
haltet euch fern von den Spuren Ihrer Schritte und dem Schatten Ihres
Schleiers.
Hier haben wir Zuflucht gefunden, unter dem Vorhang der Nacht und
innerhalb des Kreises der ihr gehörenden weißen Sterne."
Domaris lässt die Arme sinken und beide Schwestern treten vor den Schrein,
der in jedem Schlafzimmer des Tempelbezirks zu finden war. Beide Schwestern
knien nieder und Deoris nimmt ihrer Schwester die Wachskerze aus der Hand und
entzündet das wohlriechende Öl der Andacht. Sie hält die Kerze in den
Weihrauch, der die Tore zum Ritual öffnet und nimmt nun aufrichtig Anteil am
Ritual. Eine flüchtige Berührung zwischen beiden Schwestern signalisiert das
Einverständnis und Domaris gibt Deoris ein Zeichen sich zu erheben.
Sobald sie standen berührt Domaris Stirn, Lippen und Brust ihrer Schwester mit
der Hand, Deoris wiederholt das Zeichen geleitet von ihrer Schwester.
Domaris schloss ihre Schwester in ihre Arme und befiehlt ihr dann ihr
nachzusprechen:
"Wir beiden Frauen und Schwestern, geloben uns dir,
Mutter des Lebens-
Frau - und mehr als Frau...
Schwester - und mehr als Schwester
Hier, wo wir stehen in Dunkelheit...
Rufen wir dich an, o Mutter...
Bei deinem eigenen Leid, o Frau...
Bei dem Leben, das wir tragen...
gemeinsam vor dir, o Mutter, o ewige Frau..."
Mittlerweile war es ganz dunkel im Zimmer geworden und sogar der Mondschein war verschwunden. Das ganze Universum war versunken bis auf eine einzige flackernde Flamme, die wie ein winziges pulsierendes Auge glühte. Die Flamme, was immer sie auch sein mochte wurde in hypnotischem Rhythmus heller und dunkler.
"Möge die Frucht unserer Leiber gebunden sein,
an dich, o Mutter, o ewige Frau,
die du das innerste Leben jeder deiner Töchter
Zwischen den Händen auf ihrem Herzen hälst..."
Es folgten weitere Sätze, die nicht genannt werden. Gesagt wird aber das die
beiden Schwestern das heiligste aller Rituale vollziehen. Sie geloben sich der
Mutter-Göttin von Inkarnation zu Inkarnation, von Zeitalter zu Zeitalter bis in
alle Ewigkeit. Eingeschlossen darin war das kleinere Gelübde, das sie und ihre
Kinder unlöslich aneinander bindet. Ein karmischer Knoten, von Leben zu Leben,
für immer.
Als Initiierte des ältesten und heiligsten aller Rituale im Tempel und auf der
ganzen Welt standen sie nun unter dem Schutz und Siegel der Mutter, nicht
Caratras, sondern der Größeren Mutter, der Dunklen Mutter hinter allen
Menschen und allen Riten und allem was erschaffen war. Die beiden Frauen warfen
sich auf die Knie und dann Seite an Seite nieder.
"So seid denn mein von Ewigkeit zu Ewigkeit, solange die Zeit besteht...
solange Leben Leben erzeugt. Schwestern und mehr als Schwestern... Frauen und
mehr als Frauen... erfahrt dies gemeinsam durch das Zeichen dass ich euch
gebe..."
Die beiden Schwestern nahmen an sich nun ein sanftes Glühen wahr, das Zeichen
der Göttin.
Dieses Ritual ist also der Schlüssel zur Brücke, die Marion durch dieses Atlantis Buch und die Avalonbücher geschlagen hat. Ich erinnere mich, an mindestens zwei Stellen, wo auch einer der Tempelnamen Isarma oder Adsartha vorkommt, wo sich die Schwestern in einem anderen Leben wieder erkennen. Es wird spannend sein, den Weg von Isarma und Adsartha nachher komplett sehen zu können, wie sie sich entwickelt haben, welche Charaktere sie waren... Und interessant wird auch sein zu sehen ob die Kinder der beiden auch erkannt werden können, und ob wir vielleicht noch mehr Charaktere "wieder finden". Hierzu hat Diana L. Paxson auch im Nachwort von "Die Ahnen von Avalon" etwas geschrieben. Näheres gibst aber erst, wenn wir in den anderen Büchern "drin" sind.
Gwenhwyfar April 2005